• Wer Bäume setzt, obwohl er weiß, dass er nie in ihrem Schatten sitzen wird, hat zumindest angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen.

    Tagore

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Information für Verlage und Produzenten

Ich wurde am 31.01.1959 in Halle/Saale geboren und bin in einer Großfamilie aufgewachsen. Rastlosigkeit und Unfähigkeit zur Liebe, sowie brutale Erziehungsmethoden, erlebte ich bei meiner Mutter.

Meine Erfahrungen mit dem Schreiben sind vielschichtig.

Während der Schulzeit in der DDR fiel das Talent meiner rührigen Deutschlehrerin auf. Für Sie, so dachte ich damals, schrieb ich Gedichte, Kurzerzählungen und immer wieder Neues.

War es die schwere, rastlose Kindheit? Ich denke nur Ausdrucksform, sicher kamen die Texte aus den häufigen Tagträumen, denn die waren DER Zufluchtsort.

Meine Großmutter erkannte das Bedürfnis nach Ausdruck schon in frühen Jahren und führte mich an ihre Lieblinge, die französischen und englischen Klassiker heran.

Dazu gibt es eine fingerzeigende kleine Geschichte. Am Abend meines zehnten Geburtstages fand ich ein Band der «Weihnachtsgeschichte» von Charles Dickens auf dem Nachttisch. Die Bibel war verschwunden. Meine Großmutter war eine besondere alte Dame, die wenig sprach, dafür jedoch genussvoll rauchen konnte.

Ein großes Abenteuer kam in mein Leben.

Dieses führte mich zu William Makepeace Thackeray, wobei ich mir bei «Die Virginier» fast das Hirn verrenkte.

Der Schwenk zu den alten Russen war vorprogrammiert.

Es entstand eine unbändige Liebe zu Lew Tolstoi. Noch heute zehre ich von seiner «Keuzersonate» und bin überzeugt, dass nie wieder jemand diese Tiefe erreichen wird.

Da mein Verlangen nach inneren Reisen nicht befriedigt wurde, folgten die Prosa von Fjodor Dostojewski – die «Weißen Nächte» trafen bei mir ins Schwarze –  und «Onkelchens Traum» der mich über die Jahrzehnte weiter beeindruckt. Mit Erzählungen von Nikolai Semjonowitsch Leskow erschienen Bilder, so mächtig wie Mammutbäume, gefühlvoll wie die Liebe der Elfen.

Dann kam mein Sprung in modernere Zeiten.

Die Erlebnisse des Ijon Tichy aus «Sterntagebücher» von Stanislaw Lem unterhielten mich so  wunderbar und weckten Appetit auf mehr.

Gerd Prokop «Wer stielt schon Unterschenkel», Erwin Strittmatter - insbesondere «Tinko» -, vergrößerten meine Welt um ein Vielfaches.

Gleiches gelang «Der Anderl» von Maria Lobe und die Lyrik Eva Strittmatters. Wunderbare Kindheits- und Jugendbegleiter.

Ich wollte so gerne Schriftsteller werden. Nicht weil ich schrieb, weil es mich schrieb.

Meine Mutter und die Kulturkommission waren dagegen.

Die Mutter, weil sie das für brotlose Kunst hielt, die Kulturkommission, weil ich zu revolutionär und frei dachte.

Mit meiner Schulzeit endete das Abenteuer und ein neues begann. Der führte mich weit weg von Idealen und Sehnsüchten, aber das Schreiben habe ich nie gelassen.

Das einzige größere Werk in der DDR «Leben im Abseits – die Geschichte einer Ausreise» - wurde auf dem Weg in die Bundesrepublik verraten und ich erhielt einen Lohn von vierunddreißig Monaten Freiheitsentzug.

Es folgten Jahrzehnte der Arbeit und des Angepasstsein.

In meinem ‘Paradies‘ angekommen, versuchte ich meinen gebrochenen Geist wieder zu sortieren und setzte mich mit den Früchten der Erinnerungen auseinander.

Das Ergebnis waren «Hoffnungstassen» (Lyrik) , «Drei Wanderer» (Prosa) und «Kartoffelbetten isst man nicht» (Satire).

Keine Ahnung vom hiesigen Literaturbetrieb, schickten Freunde die Skripte an die Literaturagentur Axel Polder in München.

Alles wurde neunzehnhunderteinundneunzig lektoriert und verlagsfertig gemacht, doch was daraus wurde, habe ich dreitausend D-Mark später und bisher nicht erfahren. Man murmelte etwas von Diogenes.

Es war mir auch ganz recht, glaube ich heute. Zu viel von mir steckte darin.

Und wieder entfernte ich mich vom Schreiben und machte Dinge, die ich nicht machen wollte. Ich war jung und brauchte das Geld. 😊

Nach einer langen Phase im Tal der Tränen begann ich die Arbeit an «Die vergessene Kindheit» und «Wurm im Kopf». Und wieder Bilder, bis in Sphären.

Mich eroberte eine neue Ausdrucksform, das Drehbuch.

«Wurm im Kopf» soll mein erstes Opfer, muss der gewagte Schritt in die Öffentlichkeit sein.

Ich erlebe mich als kreativen Geist voller Unrast, aber auch geprägt von Unsicherheit und Selbstzweifel, der oft hinterfragt und in Zweifel zieht. 

Mögen Sie es, mich zu begleiten?

Alle Bücher werden von mir derzeit überarbeitet.

Bitte beachten Sie. Ich melde alle Werke in jeder Entwicklungsstufe bei VGWort und beim Titelschutz.

Was ich mache

- kostenlose Geburtstagsgeschichten seit 1992

- Lektorat seit 1989

- Ghostwriting seit 2001

- private Schreibkurse seit 1990

Wie es begann

Schon in meiner Kindheit hatte ich oft Tagträume, die ich in Bilder und Worte zusammenfasste. Man forderte mich auf, im Leben zu bleiben.

Ich begann mein Innerstes in Formen zu bringen. Erste Zeichnungen entstanden, als ich acht Jahre alt war. Meistens Skizzen von Bäumen, Sträuchern und Gegenständen. Vielleicht stammt daher meine Vorliebe für Bäume und Landschaften.

Mein Schaffen umfasst 297 Bilder (alle Techniken) wovon leider 87 meiner Seele zum Opfer fielen. Die meisten sind Auftragsarbeiten und befinden sich in Privatbesitz.

Die Welt wurde zu klein und engte mich noch ein. Also musste eine neue, weitere her. Es folgten Texte.

Zunächst Lyrik, dann Kurzgeschichten. Besonders in den Geschichten reflektierte ich meine täglichen Erlebnisse, sowie Träume und Gedanken.

Das Buch "Leben im Abseits" führte leider zur Verfolgung in der DDR und einer Ruhezeit von zwei Jahren und 10 Monaten. Ich wollte es zwar in der Neuzeit lektorieren und überarbeiten, aber jede Seite war, als würde mein Innerstes mit glühenden Morgensternen malträtiert.

Dem folgten 1990 erste Fassungen der "Drei Wanderer" und "Kartoffelbetten isst man nicht". In den Jahren 1992 bis 1999 schrieb ich persönliche Geburtstagsgeschichten. Krankheit und Turbulenzen erzwangen eine Pause.

Beides bot mir eine kleine Welt, in der ich alles verwirklichen und alles sein konnte und durfte.

Welche Techniken ich beim Malen verwende

  • Öl Impasto 
  • Öl Nass in Nass
  • Öl Mix mit Aquarell, Tusche, Acryl
  • Arcyl
  • Aquarell
  • Tusche
  • Chinesische Tusche auf Reispapier
  • Japanische Tusche auf Reispapier
  • Monochrom
  • Dry Brush

Womit und was ich schreibe

Ich schreibe eigentlich über jedes Thema, das mich berührt oder beschäftigt.

Dabei kommen mir meine unbändige Neugier und meine Lust an der Abstraktion zu Gute. Das kann eine Person, eine Landschaft, ein Geruch, schlicht alles oder jeder sein.

Als Werkzeug habe ich mich sehr an Papyrus Autor gewöhnt. Sicherlich auch, weil ich es seit drei Versionen einsetze. Damit realisiere ich alte und neue Texte und entwickle Ideen.

Im Moment bin ich auf Entdeckungstour zu DramaQueen.

Technische Hilfsmittel sind mein Diktiergerät, mein MacBook Pro, sowie Bleistift und Tagebuch. Für die kleinen Gedanken zwischendurch begleitet mich mein Reporternotizbuch.

Materialien

  • Acryl
  • Ölfarben
  • Wasserfarben
  • Monocrompuder
  • Tusche
  • Kaffee
  • Tee