12.01.2021

Signal-Iduna Versicherung - Hauptsache ein Stadion

Wer krankenversichert ist, verfügt über einen finanziellen Schutzschild gegen die Kosten einer medizinischen Behandlung. Gegen diese Kosten muss seit dem 01.01.2009 in Deutschland jeder versichert sein. Dabei ist es nicht von Bedeutung, wie man versichert ist. Man kann sowohl gesetzlich, freiwillig, als auch privat krankenversichert sein. 

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Allerdings müssen Krankenversicherungen in seltenen Fällen Bewerber aufnehmen, ob sie wollen oder nicht. Diese Versicherten kommen in den Basistarif. Wer die Beiträge nicht tragen kann, wird über den Nottarif versorgt.
Mit den Krankenversicherungen ist es allerdings wie mit den Bewerbern der wohl größten Gesang Casting-Shows.
Viele stellen sich mit Getöse vor, die wenigsten können tatsächlich singen.

Dass Versicherungen Leistungen verweigern, ist allgemein bekannt, und dass die Versicherer großen Aufwand treiben, um eine positive, vertrauenswürdige Außenwirkung zu haben.
So auch die Signal-Iduna Versicherung.

Im Feld der Beschwerdestatistik des Bundesamts für Finanzdienstleistungen spielt die Signal-Iduna gut mit. Dabei gehört sie nichtmal zu den größten Versicherern.
Laut BaFin belegt in der Beschwerdestatistik die Signal-Iduna durchschnittlich den 15. Platz von bis zu 72 Mitbewerbern. Bei Unfallversicherungen und Hausrat sogar den 3. Platz, gleich gefolgt von dem 6. Platz der Krankenversicherung.

Der Ombudsmann der Versicherer schweigt sich dazu aus. Detaillierte Angaben findet man nicht.
Wer ihn nicht kennt, hatte noch keinen Grund sich zu beklagen. Allerdings braucht man nur auf die Mitgliederliste des Ombudsmanns zu schauen und denkt an den Spruch: "Wes Brot ich ess ..."
Gäbe es eine unabhängige Kontrollbehörde und mutige Gesetzgeber, wie zum Beispiel in den USA, sähen die Zahlen anders aus.
Dort müssen die Versicherer mit einer Millionen schweren Klage rechnen, falls sie ungerechtfertigt Leistungen versagen oder verzögern. Auch Falschberatung und fehlende Auskünfte bestrafen die Zivilgerichte in den USA mit Millionensummen.

Aber dort gibt es auch ein Wahlsystem für Polizei, Staatsanwälte und Richter. 
Wer kann in Deutschland schon gegen einen Beamten vorgehen. Nur die Beamten selbst.

Leider ist die Macht der Wirtschaft in Deutschland noch zu stark, um von der Politik echte Hilfe zu erwarten.

Uns scheint das ein Beispiel zu sein, wo Deutschland nicht den Weltoberlehrer  und -verbesserer spielen kann.

Auf der Internetpräsenz sieht man glückliche Menschen, die im Leben stehen und gerne bei der Signal-Iduna versichert sind.
Man muss glauben, es könnte ihnen nichts Besseres im Leben passiert sein. Heirat, Kindsgeburt oder Lottogewinn stehen der Versicherung nach.
Gibt man in einer großen Suchmaschine die Kombination „Signal-Iduna Erfahrungen“ ein, bröckelt das Bild schnell.

In den Foren und Plattformen, auf die Signal-Iduna keinen Einfluss hat, wimmelt es von unzufriedenen Kunden.
Die Plattformen finanzfluss.de, de.trustpilot.com oder finanzfrage.net zum Beispiel, bieten einen offenen Blick auf die Versicherung.

„Die schlimmste Krankenversicherung!!! Reine Abzocke! Bin seit 6 Jahren dort gewesen, jetzt ein Glück gekündigt“ (finanzfluss.de)

„Ich rate jedem von der Signal Iduna ab. Ich blieb auf vielen Rechnungen sitzen. Korrespondenz verlief sich im Nirvana und als ich einen Anwalt einschaltete hat man mir gekündigt.“ (finanzfluss.de)

Es wird von nicht angekommen Schreiben berichtet, wenn sie ungünstig für die Versicherung sind.

„Haben angeblich Kündigung nicht erhalten. Einschreibe Beleg gesendet. Noch 1Jahr weiterzahlen. Bei meinem Mann ebenfalls.“ (Trustpilot)

„NIE, NIE wieder Signal Iduna!!!!“ (Trustpilot)

Der WDR berichtete über einen besonders schlimmen Fall. "Todkrank – und selber schuld? Marnies Kampf ums Überleben (2016) | WDR Doku", https://youtu.be/UT3g-MFW-KI
Die Liste könnte beliebig weitergeführt werden.
Bei check24, private-krankenversicherungen.net oder dem Handelsblatt ist die Signal-Iduna Welt noch schön.

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