14.01.2021

Apenburg - Retter ohne Geheimnisse

Ein vierunddreißigjähriger Rettungssanitäter und Feuerwehrmann aus Apenburg bot aus Rache den Zeitungen Neuss-Grevenbroicher Zeitung und Rheinische Post persönliche Dokumente und Informationen  an, nachdem Schriftsteller  kein Schweigegeld zahlen wollte.

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Der Sanitäter behauptete wahrheitswidrig, der beliebte Autor sei in der DDR Spitzel und wegen häuslicher Gewalt inhaftiert gewesen.

Um zu verstehen, was den Feuerwehrmann dazu trieb, muss man sein Leben betrachten.
Als Sohn einer Lehrerin und behütet durch seine Großeltern -ebenfalls Lehrer im Apenburg der DDR- wuchs er ohne Not auf.
Allerdings verlor er nach seiner Geburt den männlichen Erziehungsberechtigten an den Staatssicherheitsdienst, weil der Staatssicherheit und dem Staatsratsvorsitzenden Honecker sein Buchentwurf "Leben im Abseits" (Romanhafte Reportage über Ausreisewillige) nicht gefiel.
Es wurde auf dem Weg nach West-Berlin von einem IM (Inoffizieller Mitarbeiter) verraten.
Der Autor stellte die leibliche Vaterschaft aus wichtigen Gründen in Frage. (Familiengericht Osterburg)
Tatsächlich wies das Gericht den Feuerwehrmann nur als ehelichen, jedoch nicht als leiblichen Sohn mit größter Sicherheit von 99,99% aus. Der erpresste Autor war einer derer, die während der Empfängniszeit mit seiner Mutter zusammen waren. Dass die Mutter die Angabe anderer möglicher Väter ablehnte, sah man ihr gerne nach.(BStU Akte des Autors)
Wie viele in der ehemaligen DDR, waren Mutter und Großeltern staats- und regimetreu und erzogen. So auch (...). (BStU Akte des Autors)
Vaterstelle nahm der neue Partner seiner Mutter ein. Der bemühte sich redlich um den Jungen.
Mit sechzehn suchte (...) die Nähe des Schriftstellers und Malers und erwartete von ihm eine größere Geldsumme für eine private Berufsausbildung.
Als der Autor sich weigerte, brach (...) den Kontakt wieder ab. Es folgte die Ausbildung zum Rettungssanitäter.

Als (...)  von den Erfolgen seines vermeintlichen Vaters erfuhr, stellte er ihm ein Ultimatum und drohte mit der Veröffentlichung privatester Unterlagen und der unglaublichen Behauptung, sein Opfer hätte für den gefürchteten Staatssicherheitsdienst gespitzelt.

Der Rettungssanitäter brauchte Geld, da er sich mit einem Hauskauf finanziell übernommen hatte. Dies räumte der Lebensretter gegenüber seinem Opfer telefonisch am 13.03.2020 ein.


Dass der Schriftsteller selbst Opfer der Staatssicherheit war, verschwieg er dabei gelinde.
Er wollte, dem erfolgreichen Autor verschiedenster Fachbücher, Dramen, Lyrik und Prosa schaden. So äußerte sich (...) zumindest in seinem Anruf am 13.03.2020.

Der Schriftsteller stellte den Zeitungen gegenüber die Sache richtig und bewies mit einem Aufhebungsurteil des Rehabilitierungsgerichtes Magdeburg, dass die Behauptungen völlig aus der Luft gegriffen sind. Die Neuss-Grevebroicher Zeitung und auch die Rheinische Post lehnten die Berichterstattung und die Annahme der angebotenen Unterlagen zurecht ab.

Es stellt sich die Frage, ob dieser Rettungssanitäter und Feuerwehrmann grundsätzlich dazu bereit ist, Informationen über andere zu sammeln und der Öffentlichkeit preis zugeben. 

Eine bedenkliche Eigenschaft für Rettungssanitäter.
Auch für diese Berufsgruppen gelten die Regeln besonderer Verschwiegenheit.

Die Folge?
Der Autor erstattete Anzeige wegen Erpressung und stellte Strafantrag.
Nun hat sich der Sanitäter in einem Ermittlungsverfahren zu verantworten.

Die Ermittlungen dauern an.

Da es sich um ein laufendes Ermittlungsverfahren handelt gilt der erhöhte Persönlichkeitsschutz. Aus diesem Grund sind alle Namen ersetzt worden.

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