14.01.2021

Zuviel des Guten in Apenburg

Ein mittdreißiger Feuerwehrmann  aus Apenburg wurde im letzten Jahr zum Haupterben von derzeit 160.000 Euro bestimmt. Darüber hätte sich wahrscheinlich jeder gefreut. Jedoch nicht dieser Feuerwehrmann. 

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Zornerfüllt rief er den Erblasser an und beschimpfte ihn.
Als dieser nicht davon ablassen wollte, dem Feuerwehrmann eine Freude machen zu wollen, ging er dazu über von dem Erblasser Geld zu verlangen.
Er verlangte von ihm "mit warmer Hand" zu geben.
Der Eblasser war dem zwar gewogen, jedoch nicht unter den genannten Bedingungen.

Der Brandbekämpfer verlangte, dass die Geldübergabe während eines Klassentreffen in Seehausen/Altmark in Höhe von fünftausend Euro in bar erfolgen sollte.
Als Gegenleistung versprach er dem Erblasser, ehrenrührige, privateste Dokumente über den Erblasser für sich zu behalten. Dass der Feuerwehrmann nicht zum Besitz  dieser Dokumente war, interssierte ihn nicht.

Um ihn zu beruhigen und den Zorn des Freiwilligen aus Apenburg zu bändigen, ließ sich sein Opfer telefonisch darauf ein und sammelte während des fast zweistündigen Telefonates Informationen und erhärtende Aussagen des Feuerwehrmannes.
Er fertigte ein Transkript und bewahrt es seit dem vorsorglich auf.

Die Folge?
Beide Erblasser änderten ihre Willenserklärung und nahmen den Feuerwehrmann aus dem Testament. Natürlich nicht, ohne vorher die Staatsanwaltschaft über die Forderungen in Kenntnis zu setzen.

Die Ermittlungen dauern an.

Da es sich um ein laufendes Ermittlungsverfahren handelt gilt der erhöhte Persönlichkeitsschutz. Aus diesem Grund sind alle Namen ersetzt worden.

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